Vom Bohrprofil zum interaktiven 3D-Untergrundmodell
Acht Schritte, ein durchgängiger Datenfluss — von der Erfassung der Bohrdaten bis zum PDF-Export virtueller Schnitte. Alles hier Gezeigte läuft live in dieser Demo.
Bohrdaten erfassen
Die Grundlage jedes Modells sind echte Bohrungen: Schichtansprachen, Koten, Endtiefen. Sie werden strukturiert erfasst — aus dem Bohrarchiv, aus GIS-Datenbanken oder direkt von der Baustelle.
Die Bohr-Rohdaten bleiben unantastbar: Das Modell wird an ihnen gemessen, nie umgekehrt.
Geologische Modellierung
Fachleute bauen aus den Bohrkontakten, Karten und Störungsdaten ein konsistentes Volumenmodell — mit Leapfrog oder einer anderen Modellier-Software. Kontaktflächen werden interpoliert, Störungsblöcke getrennt, Auskeilungen geregelt.
Das geologische Urteil bleibt beim Menschen; die Software macht es reproduzierbar.
Export ins offene OMF-Format
Das fertige Modell wird als Open Mining Format (OMF) exportiert — ein offener, dokumentierter Standard. Kein Vendor-Lock-in: Das Modell gehört dem Auftraggeber, nicht der Software.
Aufbereitung für das Web
Aus dem OMF entstehen automatisch web-taugliche 3D-Körper mit Georeferenz (LV95), zentraler Farbpalette und Referenzkarten — ohne Handarbeit, in Minuten reproduzierbar.
Alle Formate auf dem Weg sind offen: Die Ausgangsdaten kommen als GeoPackage, GeoTIFF oder DXF (swisstopo), das Modell selbst ist OMF, im Browser laufen glTF-3D-Körper und schlankes JSON in LV95-Koordinaten. Für den Austausch mit dem kantonalen GIS sind GeoJSON und GeoPackage die vorgesehenen Schnittstellen — Umrisse, Achsen und Horizonte lassen sich verlustfrei hin- und herreichen.
So wurden auch die 26 Kantons-Demomodelle dieser Broschüre in einem einzigen Lauf erzeugt.
Verifizierung als Qualitätssicherung
Bevor ein Modell online geht, wird es gegen die Realität geprüft: Jede Bohrung wird virtuell im Modell nachgebohrt und Meter für Meter mit der echten Schichtansprache verglichen — die Trefferquote steht danach für jeden sichtbar im System.
Zusätzlich werden Modellschnitte automatisch mit den Schnitten der Modellier-Software abgeglichen. Laufzeit-Invarianten sperren den Export, falls je ein Berechnungsfehler auftreten sollte.
Das 3D-Modell im Browser
Das geprüfte Modell läuft direkt im Browser — ohne Installation, auf Arbeitsplatz und Tablet. Drehen, zoomen, Einheiten ein- und ausblenden, Schnittebenen frei durchs Volumen führen, Referenzkarte und Luftbild aufs Terrain legen.
Virtuelle Bohrprofile und Schnitte
Ein Klick auf einen beliebigen Punkt liefert das stratigrafische Bohrprofil samt Querschnitt in jeder Richtung — als Planungsgrundlage mit 3D-Kontext, Koordinaten und Massstab.
Export als PDF, PNG und CSV
Jedes Resultat lässt sich als normiertes PDF-Blatt, PNG oder CSV exportieren. Ein QR-Code auf dem Blatt stellt das Resultat online exakt wieder her — jeder Ausdruck bleibt mit dem lebenden Modell verbunden.